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Mein Freund Martin




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Hypochonder sind Menschen, die sich pausenlos um ihre Gesundheit sorgen. Zweimal täglich haben sie eine neue Krankheit. Sie wissen alles über Medizin und kennen jedes Symptom mit seinem lateinischen Namen. Martin, mein Freund, ist so ein Mensch. Er ist gut informiert: Unter seinem Bett liegt „Knaurs Groβes Gesundheitslexikon. Ein Ratgeber für Gesunde und Kranke“. Er sieht alle Fernsehsendungen zum Thema Krankheiten. Und eins ist sicher: Am Tag nach einer Sendung sitzt er beim Arzt, weil er glaubt, dass er diese Krankheit hat.

Stündlich misst er seinen Blutdruck, und wenn er ein bisschen Husten hat, ist seine Diagnose: Tuberkulose oder Lungenkrebs. Ich achte nicht so sehr auf meine Gesundheit. Wenn ich huste, dann habe ich Husten. Und wenn die Nase läuft, fällt mir nur Schnupfen ein. Vor zwei Wochen hatte Martin Bauchschmerzen. „Ich habe bestimmt ein Magengeschwür“. Wir hatten den Abend vorher gefeiert und zu viel gegessen, kein Wunder also… Das habe ich Martin gesagt, aber er war trotzdem beim Arzt. Der Arzt konnte keine Krankheit feststellen. Vor einer Woche hatte Martin Herzschmerzen. „Das sind die ersten Zeichen für einen Herzinfarkt“, sagte er. Aber auch diesmal konnte der Arzt nur sagen: „Sie sind kerngesund!“ Ich glaube, er hatte Liebeskummer: Seine Freundin hatte ihn verlassen, da tut das Herz eben weh. Einmal war Martin wirklich krank, eine schlimme Grippe mit Fieber, Husten und Kopfschmerzen. Martin ist diesmal nicht zum Arzt gegangen. „Das hat keinen Sinn mehr. Es ist nicht nur eine Erkältung“, sagte er. Seine Diagnose: Endstadium einer Krankheit, von der ich noch nie gehört habe. Gute Freunde können manchmal ganz schön schwierig sein!

 

Aufgabe 25. Frau Klein – sie ist Pharmazeutin – findet, dass diese Rezepte eine hervorragende erste Hilfe sind. Was wissen Sie schon, was ist neu für Sie?

Verbrennungen

Verbrennungen oder Brandwunden kann man gut mit kaltem Wasser kühlen. Solange ins kalte Wasser halten, bis der Schmerz weniger wird.

Geriebene Kartoffel: 1 Kartoffel schälen, reiben und dick auf die verbrannte Stelle streichen. Längere Zeit einwirken lassen.



Zahnschmerzen

Etwas Watte mit Schnaps tränken und in den schmerzenden Zahn stecken. Mehrmals neu tränken.

Halsschmerzen

Sehr wirksam ist der Kartoffelstrumpf. Einen Strumpf mit 2 – 3 frisch gekochten und zerstampften Pellkartoffeln füllen. Um den Hals herum legen und dort lassen, solange die Kartoffeln heiβ sind.

Schlaflosigkeit

Ein gutes Schlafmittel für die Kleinen ist heiβe Milch mit 1 EL aromatischem Honig. 1 groβes Glas davon wird am besten eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen getrunken.

Insektenstiche

Insektenstiche werden am besten mit Knoblauch eingerieben. Insektenstiche werden auf dem Lande sehr einfach behandelt: Sie werden mit Harn eingerieben. Diese Therapie befremdet vielleicht einen Stadtmenschen, ist aber eine ganz hervorragende erste Hilfe.

 

Aufgabe 26. Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden. Lesen Sie den folgenden Text und erzählen Sie, wie dieser Arzt den Patienten behandelt.

Gefährliche Schmerzen

Herr Müller hat Halsschmerzen und geht zum Arzt. Der Arzt untersucht ihn gründlich. Herr Müller muss lange „Aaaa…“ sagen. Schlieβlich sagt ihm sein Arzt: „Ihre Mandeln sind sehr entzündet. Das Beste ist, wir nehmen sie nächste Woche heraus.“



Herr Müller erholt sich nach der Operation blendend. Aber nach einem halben Jahr hat er immer wieder Bauchschmerzen. Die Schmerzen kommen immer an derselben Stelle, rechts. Schlieβlich kann er Schmerzen nicht mehr aushalten, und er geht zum Arzt.

„Ihr Blinddarm ist entzündet, der muss raus“, sagt der Arzt und ruft sofort die Klinik an, ob ein Bett frei ist. Und am nächsten Tag schon ist Herr Müller seinen Blinddarm und die Schmerzen los.

Ein paar Monate später kommt Herr Müller wieder zu seinem Arzt. Sehr zögernd entschlieβt er sich, dem Arzt zu sagen, was ihm fehlt.

„Na, Herr Müller, was ist denn los? Was haben Sie denn?“

„Wissen Sie, Herr Doktor, ich traue mich kaum, es Ihnen zu sagen: Ich habe Kopfschmerzen!“

Aufgabe 27. Lesen Sie den Text. Erzählen Sie den Text nach.


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